Die kalte Jahreszeit stellt unser Immunsystem vor besondere Herausforderungen. Niedrige Temperaturen, trockene Heizungsluft und vermehrter Kontakt mit Erkältungs- und Grippeviren erhöhen das Risiko für Infekte. In unserer allgemeinmedizinischen Ordination bieten wir individuelle und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems an – damit Sie optimal auf den Winter vorbereitet sind.
1) Mikronährstofftherapie & Nahrungsergänzungsmittel
Eine gezielte Zufuhr bestimmter Vitamine und Spurenelemente kann das Immunsystem sinnvoll unterstützen – besonders dann, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht.
Wichtige Mikronährstoffe sind u.a.:
Vitamin D – wichtig für die Immunregulation, in Mitteleuropa häufig im Winter zu niedrig
Vitamin C – antioxidativ, unterstützt die Immunabwehr
Zink – essenziell für die Funktion vieler Immunzellen
Selen – wichtig für antioxidative Prozesse und Schilddrüsenfunktion
Omega-3-Fettsäuren – entzündungsmodulierend
Wir führen bei Bedarf eine Blutuntersuchung durch und erstellen einen individuellen Einnahmeplan.
2) Immuninfusionen
Für Patienten mit erhöhtem Bedarf oder häufigen Infekten bieten wir intravenöse Immuninfusionen an. Diese können je nach Indikation Folgendes enthalten:
Hochdosiertes Vitamin C
B-Vitamine
Zink, Magnesium
Vorteile von Infusionen:
– schnelle Aufnahme über den Blutkreislauf
– höhere Dosierungen möglich
– geeignete Option bei Resorptionsstörungen oder akut erhöhtem Bedarf
Wir beraten Sie gerne, welche Infusionskur für Sie sinnvoll ist.
3) Impfungen – die wichtigste evidenzbasierte Maßnahme
Ein zentraler Bestandteil der Immunprophylaxe ist der Impfschutz:
Grippeimpfung
COVID-19-Auffrischung
Keuchhusten & Diphtherie-Auffrischung
Pneumokokken-Impfung
RSV Impfung
Diese Impfungen sind wissenschaftlich belegt und bieten den zuverlässigsten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen im Winter.
4) Evidenzbasierte Lebensstilmaßnahmen
Das Fundament eines starken Immunsystems bleibt ein gesunder Lebensstil. Zu den Maßnahmen mit bester wissenschaftlicher Evidenz gehören:
– Ausreichender Schlaf (7–9 Stunden täglich)
– Regelmäßige körperliche Aktivität
– Stressreduktion – z. B. durch Atemtechniken, Meditation
– Ausgewogene Ernährung mit hohem Gemüse- und Ballaststoffanteil
– Rauchen vermeiden, Alkohol nur in Maßen
– Regelmäßiges Händewaschen und Hygienemaßnahmen
Diese Faktoren beeinflussen die Funktion des Immunsystems nachweislich und nachhaltig.
5) Darmgesundheit unterstützen
Da ein Großteil des Immunsystems im Darm lokalisiert ist, kann eine gezielte Darmmikrobiom-Unterstützung sinnvoll sein.
– Probiotika (bei nachweisbarem Bedarf)
– Ballaststoffreiche Ernährung
– Behandlung möglicher Dysbalancen